Auto und Uhrenmuseum ErfinderZeiten | SchrambergHighlights der SammlungHighlights der SammlungAuto und Uhrenmuseum ErfinderZeiten | SchrambergAuto und Uhrenmuseum ErfinderZeiten | SchrambergHighlights der SammlungHighlights der SammlungAuto und Uhrenmuseum ErfinderZeiten | SchrambergHighlights der SammlungAuto und Uhrenmuseum ErfinderZeiten | SchrambergIn einem Automuseum steht ein orangefarbenes Dreirad mit einem Fahrer aus Wachs, der einen weißen Rennanzug trägt. Im Hintergrund sind mehrere historische Rennfahrzeuge und Motorräder zu sehen. Ein Schild weist auf die Richtung zur Rennstrecke hin.Zwei Oldtimer stehen in einem Museum. Auf der linken Seite ein cremefarbener Wagen mit braunem Dach und dem Kennzeichen „CBR 1956“. Rechts ein roter Wagen mit schwarzem Dach. Im Hintergrund sind Vintage-Schilder von NSU und Borgward sichtbar.Im Bild sind zwei klassische Autos in einem Museum zu sehen. Das vordere Auto ist ein roter Buick Century von 1955, während das hintere ein schwarzes Cabriolet ist. Im Hintergrund hängen eine amerikanische Flagge und ein Schild mit der Aufschrift: Route 66.In einem Automuseum sind mehrere historische Motorräder mit Beiwagen ausgestellt. Die Motorräder sind in verschiedenen Farben, darunter Schwarz, Blau und Rot. Im Hintergrund sind einige klassische Autos sichtbar, die die Atmosphäre eines Oldtimermuseums vermitteln.Auf der Ausstellung sind ein rotes Motorrad aus 1954 und ein blauer BMW Isetta 300 aus 1959 auf einem runden Podest zu sehen, begleitet von einer alten, runden Tischuhr. Der Hintergrund ist hell und neutral, um die Fahrzeuge hervorzuheben.
Ausstellungsbereich EG

Highlights der Sammlung – Ikonen der Mobilität nach 1945

Willkommen in der Herzkammer der ErfinderZeiten – hier erwarten Sie die bemerkenswertesten Exponate aus der Geschichte der Mobilität nach dem Zweiten Weltkrieg. Auf dieser Ebene präsentieren wir Ihnen Top-Stücke aus mehr als zwei Jahrzehnten, die für innovative Technik, ungewöhnliche Ideen und den Wandel des Alltags stehen. Ob automobile Meilensteine, unkonventionelle Motorroller, kompakte Kleinstfahrzeuge oder prägende Motorräder – jedes Objekt erzählt eine eigene Geschichte.

Von pragmatischen Lösungen der Nachkriegszeit über kreative Mini-Autos der Aufbaujahre bis zu begehrten Klassikern der 1960er-Jahre: Diese Highlights geben einen inspirierenden Überblick über die Vielfalt, den Erfindergeist und den technischen Fortschritt einer bewegten Epoche. Jedes Exponat war einmal „State of the Art“ und ist heute Zeitzeuge einer bewegten Gesellschaft.

Starten Sie Ihre Zeitreise hier – und lassen Sie sich von Design, Technik und Geschichten begeistern, die weit über ihre Zeit hinaus Wirkung entfaltet haben.




Lieblingsstücke


Borgward Hansa 1500 & Borgward Isabella – Fortschritt und Fernweh
Im Bild sind zwei vintage Autos in einem Ausstellungsraum zu sehen. Das linke Fahrzeug ist ein brauner Wagen mit nostalgischen Details und Nummernschild „CBR 1956“. Das rechte Auto ist rot mit einem schwarzen Dach. Im Hintergrund sind Beschilderungen von NSU und Borgward sichtbar.

Mit dem Borgward Hansa 1500 setzte Carl F. W. Borgward bereits 1949 neue Maßstäbe im deutschen Automobilbau. Als erste Pkw-Neuentwicklung der Nachkriegszeit brachte er gleich mehrere branchenweite Neuerungen auf die Straße: einen großen, vom Innenraum getrennten Kofferraum im Heck sowie Blinkleuchten für den Fahrtrichtungswechsel – ein klarer Bruch mit der Vorkriegstechnik der Winker. Der Hansa 1500 stand damit für modernen Anspruch und technischen Mut.

Die Borgward Isabella, die wenige Jahre später folgte, entwickelte sich zum Traumwagen der Wirtschaftswunderzeit. Das hier gezeigte Fahrzeug erzählt eine besondere Geschichte: Als Neuwagen reiste es nach Südafrika, war dort lange im Einsatz und kehrte schließlich nach Deutschland zurück. Es handelt sich um ein seltenes Exportmodell mit Rechtslenkung. Umso bemerkenswerter ist der hervorragende Erhaltungszustand – nahezu alles befindet sich im Originalzustand.

Borgward war mehr als eine einzelne Marke. Zur Markenfamilie Borgward gehörten die Pkw-Marken Borgward und Goliath, die Kleinwagen von Lloyd sowie Nutzfahrzeuge und Dreiräder. Das Unternehmen deckte damit nahezu alle Käuferschichten ab – vom bescheidenen Lloyd 300 bis zur repräsentativen Isabella. Technisch blieb Borgward innovativ bis zuletzt, etwa mit der Luftfederung des großen P 100.

Trotzdem endete die Geschichte 1961 – nicht aus technischem Rückstand, sondern durch eine unglückliche Finanzpolitik. Im Museum ist die ganze Breite dieser außergewöhnlichen Marke eindrucksvoll vertreten.

Fun Fact: Der Werbeslogan von 1957 spielte selbstbewusst mit dem Zeitgeist der Raumfahrt:
„Ob auf der Erde, ob im All – Isabella klarer Fall.“

Borgward Isabella Coupé – Stil für den Aufsteiger
Ein mintgrüner Oldtimer der Marke Borgward, Modell Isabella, aus dem Jahr 1958, steht in einem Ausstellungsraum. Das Auto hat geschwungene Linien und Chrom-Applikationen. Im Hintergrund sind weitere historische Fahrzeuge und ein großes Borgward-Schild sichtbar.

Das Borgward Isabella Coupé traf den Nerv einer neuen Generation von Käufern. In den Jahren des Wirtschaftswunders suchten viele nicht mehr nur nach Mobilität, sondern nach Anerkennung, Stil und Individualität. Genau hier setzte das Coupé an: elegant, sportlich und bewusst anders als die nüchterne Alltagslimousine.

Mit ihrer fließenden Linienführung und dem niedrigen Dach wirkte die Isabella Coupé modern und selbstbewusst. Sie war ein Fahrzeug für Aufsteiger mit Blick für das Besondere – für Menschen, die ihren Erfolg zeigen wollten, ohne aufdringlich zu wirken. Auch die Fahrleistungen entsprachen den Erwartungen dieser Zielgruppe: souverän, agil und für lange Reisen ebenso geeignet wie für den großen Auftritt.

Das im Museum gezeigte Coupé überzeugt zudem durch seinen außergewöhnlich guten Erhaltungszustand. Der letzte Besitzer pflegte das Fahrzeug mit großer Sorgfalt und übergab es schließlich mit sichtbarer Freude und Genugtuung in die Museumsheimat. Originalität, Zustand und Ausstrahlung machen dieses Coupé zu einem besonders eindrucksvollen Exponat.

Im Museum steht die Borgward Isabella Coupé für die elegante Seite des Wirtschaftswunders – für den Moment, in dem das Auto zum Ausdruck von Lebensstil wurde.

Fun Fact: Die Borgward Isabella Coupé gilt bis heute als eines der schönsten deutschen Coupés der Nachkriegsjahre.

Unsere Amerikaner – Zwei Welten auf vier Rädern
Im Bild sind zwei klassische Autos in einem Museum zu sehen. Das vordere Auto ist ein roter Buick Century von 1955, während das hintere ein schwarzes Cabriolet ist. Im Hintergrund hängen eine amerikanische Flagge und ein Schild mit der Aufschrift „Route 66“.

Mit den amerikanischen Fahrzeugen dieser Sammlung öffnet sich der Blick auf eine völlig andere automobile Welt. Das unangefochtene Flaggschiff ist der Cadillac Eldorado. Er verkörpert amerikanische Größe im wahrsten Sinn des Wortes: 5,4 Liter Hubraum, 190 PS, ein Verbrauch von oft über 20 Litern pro 100 Kilometer und eine Länge von rund sechs Metern. Trotz dieser Dimensionen präsentiert sich der Eldorado in einem wunderbar erhaltenen Zustand – luxuriös, souverän und eindrucksvoll.

Daneben steht der Buick Century, dessen Geschichte besonders lebendig ist. Er diente einst einem vermögenden Textilfabrikanten als Geschäftswagen und wurde nach dessen Ruhestand abgestellt. Dreißig Jahre vergingen, bis der Buick wieder zum Leben erweckt wurde. Anfangs widerwillig, dann mit zunehmender Laufruhe – und schließlich funktionierte alles wieder auf Anhieb: Servolenkung, Automatikgetriebe, Bremskraftverstärker. Der Wagen befindet sich bis heute im vollkommenen Originalzustand.

Diese Fahrzeuge machen deutlich, dass wir in der Nachkriegszeit in zwei automobilen Welten lebten. In Deutschland stieg man vom Motorrad auf einfache Autos um, erwartete wenig Komfort, dafür gute Straßenlage und ein sportliches Fahrgefühl – Heizung oft nur gegen Aufpreis. Der amerikanische Autofahrer hingegen wollte vor allem Bequemlichkeit für lange Strecken. Sportlichkeit spielte kaum eine Rolle, ebenso wenig die Straßenlage.

Und für europäische Augen ungewohnt: Größe bedeutete Status. Je breiter und länger das Auto, desto mehr Straße gehörte ihm.

Fun Fact: In den 1950er- und 1960er-Jahren galten amerikanische Autos in Europa als rollende Symbole von Freiheit, Wohlstand und grenzenlosem Raum.

NSU Wankel Spider – Die erste Revolution des Kreiskolbens
Ein roter NSU Wankel-Spider steht in einer Ausstellung. Das Auto hat einen runden Frontscheinwerfer, einen chromierten Kühlergrill und eine sportliche Form. Es ist ein klassisches Modell mit einem zweifarbigen Design, das seinen Retro-Charme ausstrahlt.

Der NSU Wankel Spider markiert einen Wendepunkt in der Automobilgeschichte. Er war das erste Serienfahrzeug der Welt mit Wankel-Kreiskolbenmotor und verband revolutionäre Technik mit einer außergewöhnlich eleganten Gestaltung. Besonders hervorzuheben ist die Karosserie von Bertone, die dem offenen Zweisitzer eine klare, leichte und sportliche Anmutung verlieh.

Die Idee zum Wankelmotor reicht weiter zurück. Felix Wankel entdeckte bereits 1954 die Grundfigur seines Motors: die Trochoide, einen dreiecksförmigen Kreiskolben, der sich in einem ovalen Gehäuse bewegt. Lange blieb diese Idee theoretisch – bis Wankel in NSU endlich einen Industriepartner fand, der den Mut hatte, die Erfindung zur Serienreife zu bringen.

Die neue Bauweise bot bemerkenswerte Vorteile: eine außergewöhnlich hohe Drehzahl von bis zu 6.000 Umdrehungen pro Minute, kaum Vibrationen und eine beeindruckende Laufruhe. Der Spider fuhr sich leise, agil und überraschend modern.

Doch der technische Pioniergeist zahlte sich wirtschaftlich nicht aus. Die Produktionszeit betrug nur drei Jahre, die Stückzahl blieb mit rund 2.400 Exemplaren gering. Der Wankel Spider wurde so zum Vorboten einer großen Idee – und zugleich zu einem seltenen Kapitel der Automobilgeschichte.

Im Museum steht er für den Moment, in dem technischer Fortschritt erstmals Realität wurde.

Fun Fact: Der NSU Wankel Spider war das erste Auto, bei dem ein völlig neues Motorprinzip den Weg von der Skizze in den Alltag schaffte.

NSU RO 80 – Zukunft auf vier Rädern
Ein grüner NSU RO 80 aus dem Jahr 1973 steht auf einem Ausstellungsboden. Das Auto hat eine elegante Karosserie mit einem markanten Kühlergrill und großen Scheinwerfern. Ein Schild zeigt den Modellnamen und den Hinweis auf den Wankelmotor.

Der NSU RO 80 war eines der mutigsten Automobile seiner Zeit. Als er 1967 vorgestellt wurde, wirkte er wie ein Fahrzeug aus der Zukunft. Besonders prägend war seine aerodynamisch optimierte Keilform, die den klassischen Stufenheck-Aufbau hinter sich ließ. Diese Linienführung wurde zum Vorbild für Generationen von Automobilen und gilt bis heute als maßgeblich. Denkt man sich die Metallstoßstangen weg, erscheint der RO 80 selbst 60 Jahre später noch erstaunlich modern.

Auch technisch beschritt NSU neue Wege. Der RO 80 war mit einem Zweischeiben-Wankelmotor ausgestattet, der hohe Laufruhe und ein völlig neues Fahrgefühl bot. Doch genau hier lag auch das Problem. Dichtleistendefekte führten dazu, dass Motoren häufig ausgetauscht werden mussten. NSU reagierte kulant, doch die Kosten waren enorm.

Um den RO 80 rankten sich bald Anekdoten. Man erzählte sich, dass sich Fahrer durch Handzeichen mit den Fingern verständigten, um anzuzeigen, der wievielte Motor gerade eingebaut war. Humor half, doch wirtschaftlich blieb die Belastung nicht folgenlos.

Die technischen Probleme kosteten NSU viel Geld – und letztlich die Selbstständigkeit. 1969 fusionierte das Unternehmen mit der Auto Union in Ingolstadt.

Im Museum steht der NSU RO 80 für visionären Mut. Er zeigt, wie nah bahnbrechender Fortschritt und wirtschaftliches Risiko beieinanderliegen – und warum der RO 80 bis heute als Ikone des automobilen Zukunftsdenkens gilt.

Fun Fact: Das Design des RO 80 war seiner Zeit so weit voraus, dass viele spätere Limousinen seine Linien erst Jahrzehnte später aufgriffen.

NSU Quickly – Mobilität für alle
Eine Ausstellung von alten Fahrrädern und Mopeds. Im Vordergrund stehen rote und silberne Modelle, im Hintergrund sind weitere Fahrräder auf Regalen angeordnet. Ein gelbes Licht fällt durch ein Fenster und beleuchtet die Fahrzeuge, während ein Schild mit der Aufschrift "NSU-Quickly ist da!" im Hintergrund sichtbar ist.

Die NSU Quickly war mehr als nur ein Moped – sie war für viele Menschen der erste Schritt in die motorisierte Freiheit. Als NSU Anfang der 1950er-Jahre die Quickly vorstellte, traf das Fahrzeug exakt den Bedarf der Zeit: zuverlässig, sparsam und für breite Bevölkerungsschichten erschwinglich.

Technisch ging NSU dabei einen entscheidenden Schritt weiter als viele Wettbewerber. Statt der üblichen Rohrrahmenbauweise des Fahrrads setzte man auf ein gepresstes Stahlformteil. Diese Konstruktion machte die Quickly stabiler, langlebiger und besser für den Motorbetrieb geeignet. Gleichzeitig profitierte NSU von einem enormen Marktvorteil: Als etablierter Fahrradhersteller verfügte das Unternehmen bereits über eine riesige Kundschaft, die nun nur noch „beglückt“ werden musste.

Die Rechnung ging auf. Über eine Million Fahrzeuge aller Quickly-Modelle wurden produziert – ein Rekord, der die Quickly zu einem der erfolgreichsten Mopeds Europas machte. Sie brachte Lehrlinge zur Arbeit, Pendler durch den Alltag und eröffnete neue Freiheiten auf dem Land wie in der Stadt.

Auch die Werbung traf den Ton der Zeit und machte die Quickly zur Volksikone. Sie versprach Unabhängigkeit, Leichtigkeit und ein Stück Lebensfreude – selbst am steilen Berg oder in der Sommerhitze.

Im Museum steht die NSU Quickly für den Moment, in dem Mobilität wirklich für alle erreichbar wurde.

Fun Fact: Zeitgenössische Werbesprüche lauteten:
„Nicht mehr laufen – Quickly kaufen“ oder
„Steil ist der Berg, die Sonne sticht – der Quickly-Fahrer merkt es nicht.“

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