Kroboth – Mobilität aus der Not geboren


Die Markenfamilie Kroboth steht exemplarisch für den Erfindergeist der frühen Nachkriegs- und Aufbaujahre. In einer Zeit, in der Mobilität dringend gebraucht wurde, aber Material, Kapital und Planungssicherheit fehlten, entstanden Fahrzeuge oft aus pragmatischen Entscheidungen heraus – schnell, einfach und ohne lange Erprobungsphasen.

Firmengründer Gustav Kroboth begann zunächst mit der Herstellung von Motorrollern. Sie waren günstig, sparsam und eigneten sich für den Alltag. Doch der Wunsch vieler Kunden ging weiter: Man wollte unabhängig vom Wetter sein, geschützt vor Regen und Kälte – ein „Dach über dem Kopf“.

Als die Rollerproduktion endete, reagierte Kroboth entschlossen und konstruierte kurzerhand einen Dreiradwagen, den sogenannten Allwetterroller. Er kombinierte Motorradtechnik mit einer einfachen Karosserie und versprach wettergeschützte Mobilität. Für rund sieben Monate wurde Kroboth damit zum Dreiradfabrikanten.

Zeit für umfangreiche Tests blieb nicht. Die Fahrzeuge gelangten direkt zu den Kunden – die Erprobung fand im Alltag statt. Technische Schwächen und mangelnde Zuverlässigkeit führten schließlich zum wirtschaftlichen Scheitern des Projekts.

 

Kroboth im Museum

 

  • Kroboth-Dreirad „Allwetterroller“
  • Kroboth Allwetterroller Fahrgestell
  • Kroboth 200 Motorroller „Cabrio“
  • Kroboth Motorroller 100
Ein grünes, dreirädriges Auto mit einem Stoffdach und einem runden Heck. Es hat zwei Frontscheinwerfer und eine geschwungene Form. Die Innenausstattung ist rot und das Fahrzeug steht in einem Ausstellungsraum. Das Kennzeichen ist sichtbar: B-N 93-4989.