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Kein anderes Automobil hat die Nachkriegszeit in Deutschland so nachhaltig geprägt wie der Volkswagen Käfer. In den Jahren nach 1945 wurde er zum Symbol für Zuverlässigkeit, Wiederaufbau und beginnende Normalität. Der Käfer war kein Luxusobjekt, sondern ein Gebrauchsauto, das Millionen Menschen erstmals dauerhafte Mobilität ermöglichte.
Viele Fahrer erinnern sich noch heute an typische Eigenheiten: das Schalten mit Zwischengas, die eher mäßige Heizung, beschlagene Scheiben im Winter – und an den kleinen, mit der Fußspitze bedienbaren Hahn für den Reservetank. Auch technisch hielt Volkswagen lange an Bewährtem fest: So blieben die Winker für den Richtungswechsel noch Jahre im Einsatz, obwohl Blinkleuchten bereits üblich waren. Fortschritt bedeutete bei Volkswagen vor allem Zuverlässigkeit statt schneller Mode.
Und genau darin lag die Stärke des Käfers. Der luftgekühlte Heckmotor galt als robust und langlebig, das Fahrzeug als nahezu unverwüstlich. Nicht ohne Grund prägte der bekannte Slogan das Image der Marke: „…und läuft…und läuft…und läuft.“
Neben dem Käfer selbst entstanden Varianten und Ableger, die das Volkswagen-Prinzip weiterführten – vom Cabriolet bis zum stilvollen Karmann Ghia. Im Museum steht Volkswagen für den Moment, in dem das Auto vom Ausnahmegut zum festen Bestandteil des Alltags wurde – schlicht, zuverlässig und für viele unvergesslich.

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